Chronik
Chronik des Sportverein Todtmoos 1926 e.V. | Drucken |

Ein Auszug aus der Vereinsgeschichte

 

Der Begin des 2. Weltkrieges war auch das vorläufige Ende des Sportverein Todtmoos. Nach Kriegsende waren es Adalbert Bär und der Kaufmann Hugo Rost, die eine Neugründung des Vereins vorantrieben. Bei der Gründungsversammlung im Hotel Waldeck waren gerade einmal sieben Fußballbegeisterte anwesend. Nach und nach kamen Ehemalige aus der Kriegsgefangenschaft heim und unter unsäglichen Mühen wurde mit der Zeit eine neue Mannschaft aufgebaut. Auch mußte ein 1. Vorsitzender gefunden und gewählt werden. Mit Polizeikommisar Edwin Faschian hatte man den richtigen Mann für diesen Posten. Da aber bei Neugründung eines Vereins die Satzung und persönliche Unterlagen der Militärregierung mit Sitz in Bad Säckingen vorgelegt werden mußten, lehnten die Vertreter der Besatzungsmacht den gewählten Vorstand ab. Was tun? Der Kurhausbesitzer und ehemalige aktive Fußbaler des berühmten schweizer Vereins Servette Genf, Rene Kiessling, war bereit seinen Namen als Vorsitzender des Vereins herzugeben. Ein Schweizer wurde von der Militärregierung akzeptiert. Kiessling selbst kümmerte sich nur in sehr bescheidenem Maße um den Aufbau des Vereins. Den Großteil der mühseligen Arbeit übernahmen andere.

 

Es war ein bunt zusammengewürfelter Haufen der dem runden Leder auf dem holprigen Acker, dem Rasenplatz am Grünweg nachlief. So spielten in die Jahre gekommene ehemalige Aktive wie Karl Maier, Sepp Götte, Alfons Kaiser, Eugen Baumgartner und Fritz Braun wieder begeistert in der 1. Mannschaft mit. Mit Artur Kraus war sogar ein ehemaliger Waldhöfer wieder zurückgekommen. Sogar ein Franzose, der im Sanatorium beschäftigte Soldat Charly, kickte mit. Für die ersten Rundenspiele mußten die Todtmooser Fußballer nach Säckingen, Karsau, Schluchsee, Mettenberg und Laufenburg. Mit dem Holzvergaserwagen von Ernst Kreider, die Mannschaft auf der Ladefläche, fuhr man zu den Auswärtsspielen.

 

Ein erstes Großereignis für den Sportverein gab es an einem Pfingstsonntag Anfang der 50er Jahre. Dem inzwischen zum Vorsitzenden gewählten Alfons Kaiser war es gelungen, die Mannschaft des FC Thöss-Winterthur zu einem Gastspiel zu verpflichten. Natürlich waren die Todtmooser Fußballer nicht in der Lage gegen die ausgezeichnete Truppe aus Winterthur zu bestehen. Adi Schnur, ehemals Eintracht Trier, und andere “Kanonen”  des damals schon gut bestücktem FC Wehr wurden deshalb zur Verstärkung geholt. Der im Sanatorium arbeitende unvergessene Rolf Müller kickte ebenfalls mit. Müller spielte zunächst in Todtmoos und trainierte auch die Mannschaft ehe ihn der FC Wehr abwarb. Sogar der FC Freiburg war an diesem, vom FC Daxlanden kommenden Karlsruher interessiert.

 

Eine große Zeit begann für den SV Todtmoos, als der Schpfheimer Willy Boos das Training übernahm. Dreimal wurden die Todtmooser Meister. Sie stiegen in die B-Klasse auf, wo sie sich drei Jahre halten konnten, bevor sie wieder abstiegen.

 

Der Todtmooser Fußball konnte in den 60iger Jahren große Spieler auf dem Platz begrüßen. So saß Fritz Walter mit seiner Ehefrau Italia auf der Zuschauerbank, um bei einem Spiel den Rheinfelder Fußballer Fritsche zu beobachten, der später auch Stammspieler beim 1. FC Kaiserslautern wurde. Jahre später war Fritz Walter wieder Gast beim SVT. Er trainierte damals den SV Alsenborn, der sich auf die Rundenspiele in Todtmoos vorbereitete und im Hochkopfhaus Quartier bezogen hatte.

 

In den vergangenen 50 Jahren wurde vom Sportverein viel im Vereinsgeschehen geleistet. Einige Vorsitzende, die sich für den Sportverein große Verdienste erworben hatten, sollten besonders hervorgehoben werden.

 

Der langjährige Vorsitzende Alfons Kaiser war der Initiator zum Bau des Clubheimes 1967.

 

Martin Abele lag vor allem das fußballerische Weiterkommen besonders am Herzen. Er förderte die Jugendausbildung und verpflichtete damals den Spielertrainer Willy Boos.

 

Mit großem Einsatz setzte sich Siegfried Opfer Sen. für den Sportverein ein. Unter seinem Vorsitz wurde die Umgestaltung des holprigen Rasenplatzes zu einem Hartplatz verwirklicht.

 

Unter Vorstand Uwe Bonow wurde 1999 das Vereinsheim erweitert und von Grund auf renoviert.

 

Wenn heute Rückschau auf die Vereinsgeschichte gehalten wird, dürfen einige Namen auf keinen Fall vergessen werden. Wolfgang Köninger, Helmut Trötschler und nicht zuletzt die langjährige Kassiererin des Vereins, Ingrid Eckert. Sie alle wirkten (zum Teil heute noch) doch mehr im Stillen, dafür war und ist ihre Arbeit aber umso effektiver.

 


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